Here we are again!

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Gude und welcome back! Ihr seid auf der neuen, schöneren und besseren Seite des SK Fanzine gelandet…und zwar auf meiner jahrelangen Wunschdomain.

Das SK Fanzine wird in diesem 20 Jahre alt. Das heißt 20 Jahre „Support your local scene!“

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Festival und Konzertbilder (auch von Events über die ich nicht schreib): Instagram @schoppeklopper_fanzine

Hier erwarten euch subjektive Festival- und Konzertberichte, CD Reviews, eingebettete YouTube Videos und 2026 endlich wieder Schoppeklopper Party. Endlich sind wir wieder am Start. Und wir sehen uns!

Euer glücklicher Lord of Kerry

Infos zur Party am 21.11.26 im Weilburger Kanapee mit Boiler, Plastic Mars, Junkyard Queens, Woven und Clind gibt es einige Wochen vorher in ’nem Einzelpost.

Kalkwerk Festival 2026- Bericht

Es gibt einfach Orte, Momente und Erlebnisse die einfach so wertvoll und wohltuend sind, dass man sich einfach nicht vorstellen kann, auf diese zu verzichten. Klingt jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber es bleibt dabei, dass die Tage des Kalkwerk Festivals Jahr für Jahr mit die Schönsten sind. Die Menschen, die Musik, das Ambiente und das alles zu unschlagbaren Preisen sind etwas ganz Besonderes, was ich noch nie vergleichbar gefunden habe. Da ich dieses Jahr, besonders am Sonntag, leider auf zahlreiche Konzerte verzichten musste, gibt’s dieses Jahr nur einen Bericht, der alle Tage abdeckt.

Freitag:

Wie immer großartiges Varieté, besonders die „Tanzfabrik Koblenz“ und „Monsieur Chapeau“ waren großartig, aber ich gehe mal davon aus, dass Ihnen das bewusst ist.

Als Musik durften „Queen of the Hive“ eine volle Performance im Anschluss spielen und ihr Country-Folklore Style kommen im Dunklen, auf der Bühne des Kalkwerks, einfach großartig rüber. Passt wie die Faust aufs Auge. Dolly Parton’s „Jolene“ haben sie großartig performt. Die meisten anderen Songs kannte ich im Original nicht, aber die Tatsache dass ich die Eigenkompositionen nicht von den Covern unterscheiden könnte, spricht für sich. Tolle Band, tolles Konzert.


Der Samstag startete mit „Temple of Alice“. Solide Grunge Covers, gut gespielt und wussten zu überzeugen.

„Microplaste“ hat mich massiv irritiert. Über Geschmack lässt sich streiten, aber obwohl ich einen eigentlich weiten musikalischen Horizont habe, dass hat mich massiv überfordert. Ich kann es nicht bewerten. Ich kann damit nichts anfangen. Ich kann eigentlich jeder Musik IRGENDETWAS positives abgewinnen. Das war in meinen Augen 40 Minuten Lärm, aber hey. Wem es gefällt: Viel Spaß damit.

„Repentless“ dagegen sind musikalisch zwar großartig, aber der Sänger sollte sich bei den Ansagen echt mal locker machen. Aber ihre „Sepultura“ Covers und eigenen Songs sind allesamt Bretter. Ich liebe die Jungs.

„Die Brut“. Kein Horrorpunk, sondern „Blackened Deathpunk“. Bin sehr überzeugt. Howdie mal wieder am Mikro zu erleben ist echt ein Kuriosum, aber es passt auch einfach wie Faust aufs Auge. Ihr bester Song wurde „Bonzo Khan“ und den sonstigen verstorbenen Kalkwerkern der letzten Zeit gewidmet. Ich habe damit gerechnet, dass an sie gedacht wird. Absolut gut so!

„Volksverräter“? Gewohnt geil. Politische Vollklatsche auf die Fresse. Schnörkellos und immer geradeaus. Burner.

„Worry seed“. Ich könnte ja jetzt wieder blöde Witze darüber machen, dass der Sänger immer noch wie der von Placebo klingt, aber das greift zu kurz. Die Band spielt wunderbaren Alternative Rock und weiß was sie tut. Das kommt mega gut an. Aber übrigens: Der Sänger klingt wie der von Placebo. Ich kanns nicht ändern. Aber endlich mal was zusätzlich positives erwähnt. Und die Bassistin ist eine Künstlerin. Die zupft! Zurecht viel Publikum.

„Tscheggo&DJ Mort“: Unterhaltsame Show vom Ebbelwoi Rapper und seinem Live DJ. Darauf ein Stöffsche!

„Di_Hex“: Farblich passend zu ihrem Logo gekleidet in Pink und Blau überzeugt das Duo mal mit Bass/Schlagzeug oder Gitarre/Schlagzeug auch auf dem Kalkwerk Festival 2026 wieder. Ein bisschen bekloppt, aber umso liebenswerter. Jedes Jahr ein Bisschen mehr.

„Bloodspot“ haben eine Setlist aus neuen und älteren Tracks gebastelt, wobei ganz alte Klassiker leider ziemlich vernachlässigt wurden. Trotzdem eine bockstarke Show mit der zweiten Erinnerung an Andi (dana plan) und Kai. Spätestens als die Flaggen geschwungen wurden, wusste man wie geil dieser Auftritt mal wieder war.

„Fatcat“ haben mir überhaupt nicht gefallen. Bis ich die gesehen habe. Die Beschreibung im Programmheft hat mich überhaupt nicht abgeholt. Aber live waren sie eine der absolut großartigsten Kalkwerk Headliner der vergangenen Jahre. Geborene Performer.


Der Sonntag begann für mich aufgrund eines Termins erst um 18 Uhr und zwar mit „Jenntellmen“.

Bei meinem ersten Konzert an diesem Sonntag war gute Stimmung also vorprogrammiert. Bei Aretha Franklins „Respect“ versammelte sich eine ganze Gruppe Frauen auf der Bühne und setzten so ein Zeichen, dass bei „Whats Up“ fortgesetzt wurde. Ich hätte mir ja noch „Rehab“gewünscht, aber ich verstehe ja. Die Zeit ist knapp, dass Repertoire mittlerweile riesig.

„Polyone“ war wieder mit dem „Kollektiv 72“ am Start. FCK AFD Flaggen inklusive und so ging es mal ernst, mal chillig rund. Immer wieder ein Highlight.

„Boiler“ mit Mega Setlist, neuen Songs, riesigen Ballons und unglaublich viel Energie und Spaß. Zugabe wurde gewünscht, Zeit war vorbei. Um eine Massenaufruhr zu verhindern, wurde der Bierpreis reduziert. Vielleicht auch einfach so, aber mit der Erklärung gefällt es mir besser:-)

Kalkwerk Headliner ohne Bläser? Ist zwar seltsam, funktioniert aber. Zumindest für mich. In bester Skindred Manier mixen „Rhaatid“ Rock mit Reggae und nennen es „Roots Rock Reggae“. Bester Song meiner Auffassung nach „Rastaman on Broadway“. Passt ja, dass der auch die nächste Single sein soll.

„Hanging Dogs“ gingen auch nochmal gut ab und hatten einen enorm langen Auftritt. Neben gutem Songwriting wäre noch zu erwähnen, dass sie einfach heftig laut waren. Geiles Drum Solo inklusive.

Und das war’s. Vielmehr hab ich nicht gesehen. Natürlich wie gewohnt im Kalkwerk wieder gut gegessen/gespeist und die Kunstausstellung mitgenommen. Wie gesagt. Über Geschmack lässt sich streiten.

Ein leider viel zu kurzes Festival Wochenende. Wie immer mit vielen Highlights und unglaublich netten Menschen…

ABER: Keine 10 Minuten nach der letzten Band dass Bonkassen Personal abzuziehen, so dass man seinen Kalk Rest nicht wieder in die Währung der restlichen 362 Tage umtauschen kann, fand ich echt kacke.

Dann muss ich wohl nächstes Jahr wieder kommen.

Plastic Mars-Out of Control (Song Review)

Ich kann mich nicht erinnern, wann das letzte Mal eine heimische Band ihre neue Single so aktiv beworben hat. Unter Anderem gab es Werbevideos von der ganzen Truppe, sowie von jedem einzelnen der Mitglieder. Zusätzlich einen Presave Link und ständige Werbeanzeigen noch und nöcher. Da stellt sich die Frage: Warum eigentlich?

Die Antwort ist ganz klar: „Out of Control“ ist die Quintessenz von Plastic Mars und bietet alles, was ich mit dieser Band verbinde. Schnellen Pop-Punk, fette Produktion, mega Gesang und eine klare Message. Besonders gefällt mir auch die eingestreuten deutschen Parts. Es geht um mehr Respekt vor Kindern und Jugendlichen und deren Meinung. Eingefordert in einem Song, der überzeugt und im Kopf bleibt.

Ich würde sagen wir haben hier den besten Release von Plastic Mars seit ihrem Album“Up to our necks“ von 2021. Den Punktabzug gibt’s für das Ende. Die Originalstimmen der Band technisch zu bearbeiten, dass sie wie Kinder klingen? Das kann man anders lösen oder notfalls weglassen.

Wertung 9/10 Schoppe

Wer Plastic Mars live sehen will, darf sehr gerne am 21.11. bei unserer 20 Jahre Schoppeklopper Party im Kanapee vorbei schauen. Da spielen sie als Co-Headliner im letzen Slot mit Boiler, Clind, Woven und den Junkyard Queens.

4Zimmer Küche Bad, misterEd und Henker im kreml

Obwohl es garnicht mal so weit weg ist, waren wir am vergangenen Samstag das erste Mal im kreml/Kultfabrik in Zollhaus. Das Ambiente ist cool: Schicker kleiner Raum mit Laminat, gutem Sound und mehr als fairen Getränkepreisen. Für die Location schonmal 2 Daumen nach oben. Ich hab mich ausgesprochen wohl gefühlt und das Angebot Stühle an die Seite zu stellen für Leute die es brauchen, ist ne klasse Idee, wo sich so Manche mal eine Scheibe abschneiden können.

Den Abend eröffnen durften die legendären „misterED“, die von Archäologen gefunden und ausgegraben wurden. Schon das Intro, welches dieses Vorgehen dokumentiert hat, verdient das Prädikat großartig.

Der Auftritt von „misterED“ hat bewiesen, dass die alten Herren auch 21 Jahre nach ihrer Trennung noch voller Energie stecken und sie haben es großartig gemacht. Direkt die ersten beiden Songs waren „Boring Day“ und „Willy Nilly“. Da das meine beiden Lieblingssongs sind, hätte ich danach schon abhauen können, aber dann hätte ich das fantastische „Gisbert“ ebenso verpasst, wie das „Walking on Sunshine“ Cover und den extra süßen Gastauftritt von Jens Tochter Tilda. Ein ganz ganz großartiges Konzert.

Nicht minder überzeugend waren natürlich „4 Zimmer Küche Bad“. Ich erwähne ja immer wieder gern, dass diese Band das erste Mal außerhalb ihres Proberaums auf einer Schoppeklopper Party gespielt haben.

———-Werbeblock in eigener Sache———–Wer demnächst die großen Bühnen rocken kann, sind Clind, Woven, und die Junkyard Queens, die zusammen mit den gestandenen Plastic Mars und den großartigen Boiler am 21.11.2026 auf der Party 11 zu unserem 20 jährigen Seitenjubiläum im Kanapee Weilburg performen.

———————–Werbung Ende——————-

„4ZKB“ hatten nicht nur Bock, sondern eine fantastische Setlist im Gepäck die keine Wünsche offen ließ. Kann es sein, dass ich „Kein Bock“ tatsächlich noch nie live gesehen habe? In meinem Kopf habe ich nur die Akkustik Version. Und sooo viel Seifenblasen wie bei ihrer Show, hab ich noch nie auf einmal gesehen. Ich bin ja der Meinung Seifenblasen kann man nie genug haben und so lief der Auftritt auch „wie geschmiert“ Haha! Weil „Henker“ Platz brauchten, gab es den letzten Song 100% Unplugged von Bidi und Tilli „nur für die erste Reihe“.

Tja und dann kam „Henker“. Die Idee Mittelalter Themen in Rap zu verpacken und sich noch szenetypisch zu Gewanden ist erstmal ganz witzig. Nur leider nutzt sich auch der beste Gag nach 15 Minuten ab. Das ist jammerschade, weil Rappen konnten die Jungs zweifelsohne. Meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen.

Tja und das war er schon. Mein erster Abend in Zollhaus und ich könnte mir gut vorstellen, die Kultfabrik vom kreml wieder zu besuchen. Es hat mir wirklich komplett gut gefallen.

20 Jahre Visions Only- Bericht

10 Jahre Visions Only? Nope. 15 Jahre Visions Only? Fehlanzeige. Irgendwie machen sich die Jungs aus Weilmünster rar, wenn es darum geht Jubiläen zu feiern. Aber ich weiß ja, wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Und immerhin zum 20. Bandjubiläum wurde jetzt doch geladen. Ort war, wie es sich gehört, die altwürdigen Räume der Kultkneipe „Zum Kanapee“.

Kurz nach 20 Uhr fand ich mich dort ein und genoss das erste Kaltgetränk des Abends bei überschaubarer Besucheranzahl. Dass sich das im Laufe des Abends ändern wird, war mir von Anfang an klar. Es wurde sehr voll und stickig.

Circa eine Stunde später eröffneten die ebenfalls aus Weilmünster stammenden „Out of Plan“ den Abend. Ich hab die jetzt auch schon ein paar Mal gesehen und ihre aus dem Leben stammenden Texte, eingebettet in solide Rockmusik, sind immer wieder richtig, egal wo die Jungs ihre Instrumente ankabeln. Erfolgreiche Mitklatsch-Stellen und viel Publikum im Bereich vor der „Bühne“ unterstreichen diese These.

Headliner des Abends waren, wenig überraschend, die Gastgeber von Visions Only. Die begannen ihr Set, wie immer, mit dem fulminanten „Story about the past“. Die Thematik des Songs sollte immer mal wieder im Laufe des Abends zur Sprache kommen. Die Ansagen waren nostalgisch, die Songauswahl grandios und vor der Bühne ging es ab wie Sau. Besonders als die Jungs dann den uralten Song „Die another day“, Titelsong ihrer ersten EP, auspackten,ging auch der letzte Bewegungsmuffel steil. Eigentlich eine Schande, dass es dieser Song nur selten in die Setlist schafft. Die anderen Songs, waren die gewohnte Reise durch die Karriere der Band. Einzig und allein die „Show your scars“ wurde wieder komplett ausgelassen. Ich meine wir brauchen uns nichts vorzumachen, rückblickend war das Album schon nicht das Highlight ihres kreativen Outputs. Aber das selbst bei einem Geburtstagsevent nicht mal ein einziger Song davon angespielt wird ist schade. Trotzdem: Die Setlist war großartig und die Jungs hatten sichtlich Spaß, mal wieder ein Bisschen länger zu spielen. Dass sie das überhaupt noch tun, dafür ist ja auch das Tells Bells Festival verantwortlich. Den Song „Homecrew“, den die Jungs ihnen gewidmet haben, haben sie natürlich auch gespielt.

Wenn jetzt jemand denkt, dass ein normales Konzert doch nicht alles gewesen sein kann um den Geburtstag zu feiern, der hat recht. Deswegen haben sich Visions Only etwas einfallen lassen. Alle Bandmitglieder waren ja vorher in anderen Bands aktiv. Gitarrist Chris und Drummer Matthias ließen mit Unterstützung von Tom und Thomas ihre Slag Heap Zeit und den Song „Bomb“ wieder aufleben. Für mich ein magischer Moment, da dieses Line-Up das Beste in der Geschichte meiner Alltime-Lieblingsband war.

Mit dem Devils Gun Übersong „Reckless“ katapultierten mich Visions Only zurück in das Jahr 2005. Hessentag Weilburg. Postplatz. Devils Gun live. Nachts. Ein Moment für die Ewigkeit.

Der Letzte im Bunde, Bassist Britt, war bei den Part Time Punx. Und das absolute Highlight des „Rahmenprogramms“ war zweifelsohne der Auftritt von deren Sänger Kuni. Zuerst gab es den Song „Kino“ zu hören. Als eine Zugabe her musste, hat die Band mal schnell den Song „SOS“ gelernt. Live. Innerhalb von 3 Minuten. Auf der Bühne. Heftig.

Der Abend ging zu Ende mit „Band of Brothers“ und einem Zebrahead Cover.

Absolut absolut absolut geil. Mehr kann ich zu dem Abend nicht sagen. Danke Visions Only.

Und weil ich ein Herz für alle habe, die nicht dabei sein konnten. Hier 2 Live Videos: „Kino mit PTP Sänger Kuni“ und „Second Rate“.

Wir sehen uns in zwei Wochen zur nächsten Zeitreise mit „Over Decades“ und „Die Hard“ an Pauls Geburtstag im Kanapee.

Pell Mell 2025- Samstag Bericht

Der Freitag war ja schonmal übelst fett. Wer sich für meine Eindrücke interessiert, scrollt jetzt runter und zieht sich das Video rein. Wer mehr Samstag erfahren will, der liest jetzt weiter.

Der Samstag fing für mich an mit den letzten 2 Songs von „Awesone Scampis“ deren Pop-Ska-Punk mich mega abgeholt hat. Wäre ich früher ins Bett… Naja, aber wenigstens für ein Foto mit ihrem Scampi-Maskottchen hat die Zeit noch gereicht. Zu sehen auf Instagram.

Das Kontrastprogramm funktionierte wieder hervorragend, denn als nächstes wurde es hart und straight mit der Koblenzer Metalband „Bury the liar“, von denen es amtlich was auf die Glocke gab. Fand ich großartig. Und der Bassist spielt noch so nebenbei im Circle Pit auf Schultern getragen. Was ein Freak.

„Awaiting Crunch“ kenne ich. Immer wenn ich mir an der Tanke n Chicken Burger hol. Ist meistens ne herbe Enttäuschung. Die Band auf dem Pell Mell ist es nicht. Die kicken entspannte Ska Rhythmen von der Bühne und das macht mächtig Spaß. Die Band spielt das erste Mal seit 9 Jahren wieder zusammen. Und das merkt man ihnen glücklicherweise in keiner Sekunde an.

„Accvsed“ sind ja schon eine kleine Pell Mell Legende und haben ja mittlerweile auch den Sprung auf die großen Bühnen.des Summer Breeze geschafft. Auf dem Pell Mell durfte die modern klingende Metal Band nur auf die Moonshine Stage. Skandal.

Definitiv kein Highlight für mich waren „XO Armor“ die für „Venues“, die kurzfristig absagen mussten, eingesprungen sind. Das helle Gebrüll hat mich, ganz offen gesagt, einfach nur genervt. Also für mich nicht mehr. Aber das Feature mit der „King Nugget Gang“ war trotzdem geil.

„Avralize“ verstehen ihr Handwerk und gehen mit aktuellem Album „medicine“ auf Headliner Tour. Als Support nehmen sie „Accvsed“ mit. Geiler Sound von vorne bis hinten.

Gibt es eigentlich „Mainstream Punk“? Falls ja, sind „Drei Meter Feldweg“ auf jeden Fall Vertreter von Diesem. Aber das mein ich keineswegs despektierlich. Weil Spaß zu hören macht es allemal! Und die Stimmung gibt ihnen ja auch Recht.

„Half me“ bestechen mit tiefen Growls und passen wie Arsch auf Eimer auf das Pell Mell und ihre musikalische Ausrichtung. Finde ich.

Die Schweden von „Dead by April“ haben mich ernsthaft fasziniert. Diese Mixtur, diese Brachialität gepaart mit derart glockenklaren Vocals findet man nicht gerade oft. Wieder eine Band, die mit einigen Erfolgen und vielen Fans verwöhnt sind, aber an mir bislang vorbei gegangen sind.

„Destination Anywhere“ sind ja sowas wie die Haus-und Hofkapelle des Pell Mell. Immer gut gelaunter Ska-Punk, Jahr für Jahr mit Top Uhrzeiten auf der kleinen Bühne. Muss man einfach mögen. Auch ohne Kassierer Cover.

„Swiss&die Andern“ haben einfach brutal abgeräumt. Leicht ranzig, politisch klar auf der guten Seite und mit 100% Herzblut bei der Sache. Die gibt’s ja nun auch schon länger und um alle Hits zu verstauen, hat die Zeit nicht gereicht. Deswegen war es halt mal spontan ne halbe Stunde länger. Fand zwar die „King Nugget Gang“ gefühlt nicht so toll, aber die Fans umso mehr. Und auch ich hatte mächtig Spaß.

Über zu wenig Zuspruch konnte sich die „King Nugget Gang“ dann auch nicht beschweren. War auch sehr cool. Und trotzdem: Mir haben die „Four Monkeys“ trotzdem sehr gefehlt. Egal ob Freitag oder Samstag.

Leckeres Essen, faire Preise, geile Getränkeauswahl, Nobeldixies, geile Bands, Top Sound, nette Menschen… All das, soll es 2027 nicht geben, denn dann will das riesige Pell Mell Team eine Pause einlegen. Sie versprechen wieder zu kommen, allerdings ohne zu wissen, wie lange die Pause sein wird. Ich finde es echt scheiße einerseits, kann es aber andererseits auch verstehen, dass die Akkus mal geladen werden müssen.

Jetzt freue ich mich aber erstmal auf 2026, wo das 20jährige Jubiläum wieder die Open Air Saison beenden wird. Und ich kann mir das alljährliche Ende der Freiluft Saison nicht besser vorstellen als genau SO… Scheißegal wie kalt es nachts immer wird. Das Pell Mell bleibt heiß!

Danke an Alle und für Alles. Ein riesiger Aufwand, aber ihr macht Menschen glücklich. Und seid dabei immer authentisch geblieben. Und das kann man nicht bei allen Festival behaupten.

Pell Mell Review 2025 Freitag

Viel Spaß damit. Fitter war ich noch bei Keinem!

Pell Mell 2025 Kurzpromo

Live beim Seepogo recorded, empfehle ich euch das nächste Festival. Ich freue mich natürlich auch die erste Show der neuen heimischen Rock’n’Roll Combo „Junkyard Queens“, aber tatsächlich gibt es viele gute Gründe dort zu sein.

Seepogo 2025 Samstag-Bericht

Wie immer zum Einstieg der freundliche Hinweis: Fürs Freitag Review Video, bitte herunterscollen.

Obwohl der Freitag in positivem Sinne hart war, hab ich am Samstag geschafft, was am Freitag nicht geklappt hat: Ich war pünktlich zur ersten „richtigen“ Band da.

„Juicy Roadkill“ eröffneten die Bühne mit einer Punkrock Mixtur vom Feinsten. Die Sängerin ist der Oberhammer. Es gab Songs gegen Merz und für Sozialarbeiter. Toller Tagesauftakt. Wir verstehen uns:-)


„Love forty down“ wissen zu gefallen. Musikalisch sowieso, aber auch die Dankbarkeit kommt ebenso an, wie ihre Ablehnung zur AfD.


„The Anti Queens“ waren auf jeden Fall sympathisch und hatten aus Torstens Sicht viel Publikum. Und Torsten weiß Bescheid.


„Fucking Angry“ sind wirklich fucking angry. Und ganz nebenbei eine überdurchschnittlich geile Live Band. Klang sogar im Biergarten noch richtig fett.


„Ersatzkopf“ haben ihre Fans und versetzen das Publikum in Ekstase. Ich finde es nicht sooo geil, aber muss ich ja auch nicht.


„Maid of Ace“ fand ich wiederum richtig geil. Solider Punkrock mit gut erkennbaren Melodien. Und das Seepogo hält ihre Frauenquote weiter angenehm hoch.


„Knochenfabrik“ ist so eine Band…also ich würde behaupten, dass jeder der Mal eine intensive Deutschpunk Phase durchgemacht hat, diese Band kennt. Letztendlich gab es dann das was man erwarten konnte: Solide, ganz lustige Punkrock Show ohne Schnickschnack oder irgendwelche Showeinlagen. Die haben nicht mal ein Banner! Ich finde das durch und durch authentisch und sympathisch. Daumen ganz weit nach oben.


„Private Function“ gehen steil nach vorne und machen einfach richtig Party. Großes Kino am Lago!


„Authority Zero“ ist das seltene Kunststück gelungen, als nicht heimische Band zum dritten Mal auf das Seepogo gebucht zu werden. Wer die Show mitbekommen hat, der weiß warum.

Und dann kommt der Punkt, wo man weiß, dass das Seepogo bald für dieses Jahr Geschichte ist. Das man zwei verdammt geile Tage hatte, auf einem immer unglaublich gut organisiertem Festival. Ein Festival, indem ein Haufen Arbeit steckt. Ein Festival wo die Preise stimmen und sich alles noch familiär anfühlt. Ein Festival, wo es unglaublich gutes vegetarisches Essen gibt, aber auch Fleischliebhaber auf ihre Kosten kommen. Wo es Merch gibt, der sein Geld wert ist und wo man danke den Darmstädter Sea Punks beim Gutes tun, noch Schnaps trinken darf.

Ja, da darf man fast etwas melancholisch werden und dafür hatte man viel Zeit, da sich „Talco“ einfach enorm viel Zeit gelassen haben. Aber bevor dann die Tränen flossen, ging es zum Glück doch noch mal enorm geil und tanzbar nach vorne. Ist lange her, dass „Talco“ unsere Region besucht hat. Viel zu lange. Und es hat sich aber seitdem nichts geändert. Noch immer geht ihre Version von „Bella Ciao“steil und die Leistung der Italiener war einfach nur eine amtliche Wucht, die das diesjährige Seepogo zünftig besiegelt hat.

Eigentlich ist ja alles gesagt, aber ich will mich noch für eine besondere Sache bedanken. Egal wer dafür verantwortlich war: Ich fand es unfassbar großartig und toll, dass Ozzy Osbourne zumindest am Freitag während der Umbauphasen den Weg in die Playlist gefunden hat. Grüße gegen raus an dich.

Tja, jetzt wieder ein Jahr warten. Ein Jahr bis zum nächsten geilen Line-Up mit alten Legenden, jungem Punkrock Nachwuchs und einer amtlichen Frauenquote. Seepogo ist mehr als ein Punkrock Festival. Seepogo ist purste Lebensfreude.

„Punk’s not dead“… Eine komplett abgedroschene Parole. Aber DANKE, dass ihr so unglaublich viel dafür tut, dass unsere Szene auch in Zukunft lebendig bleibt. In der Region und generell.

Bis zum nächsten Jahr. Wir bestimmt wieder geil.

Euer Lord of Kerry

Seepogo 2025 Freitag-Review Video

Kalkwerk Festival 2025 Sonntag-Bericht

Der Sonntag auf dem Kalkwerk Festival begann für mich wie der Samstag. Knapp nach 13 Uhr war ich da und sah fast den kompletten Auftritt von „Cotton Mouth“. Ob diese schon die Eine oder Andere Sportzigarette geraucht haben oder einfach nur verkatert waren weiß ich nicht, aber an Kürze war der Auftritt nicht zu überbieten. 20min inklusive Zugabe. Aber trotzdem waren alle Hits dabei. Neben „Here steps the Punk“ auch „Chantre“, über den Sängerin Lara sagte, dass man den nirgendwo hören kann, außer bei ihren Konzerten. Das hat mich getriggert.

Und wie man sieht. Geil wars es trotzdem.

„Woven“ sind eine junge Band, die teils aus alten Bekannten besteht. Ich habe ja schon lange gesagt, dass ich den Deceiver-Simon gerne mehr singen hören würde. Bei dieser Melodeathcore Urgewalt wird mein Wunsch endlich erfüllt. Und es geht grandios nach Vorne. Auch wenn der aufkommende Wind stärker war als die Aufstellbanner. Ein unfassbarer Gig. Ich liebe das!

„Ripley“ hießen früher „Schultig“ und balancieren gekonnt zwischen Rock und Pop.

„Eve’s Temptation“ sind seit 3 Jahren nicht mehr auf dem Kalkwerk Festival aufgetreten. Zu hören gab es mit einer Ausnahme nur alte Songs. Aber das ist schön. Spontan mal einige Jahre jünger gefühlt. Achja: Und die Stimme der Sängerin ist grandios wie eh und je.

„Far Beneath“ hab ich schon oft gesehen und gut gefunden. Dieses Mal hab ich sie leider verpasst.

Danach hieß es Ade „Driven“. Ein emotionaler Abschied mit Zeitreise. Fotos, Lieder von alt nach neu mit mehreren,wo Daniel noch gesungen hat. Am Ende Tränen und Schnipsel Kanone. Und laut Stefan das erste Mal dass Zugabe gerufen wurde. Halt ich für ein Gerücht. Danke für 18 Jahre Ohrenschmaus. Ihr werdet ehrlich fehlen.

Aber umso schöner ging es dann weiter. „Queen of the Hive“ stellten mit ihrem Country&Folk Programm ein riesiges Highlight dar, was auch vom Publikum mit Begeisterung frenetisch gefeiert wurde. Immer wieder beeindruckend was für eine riesige, musikalische Bandbreite es im Kalkwerk gibt und wie offen alle dafür sind. Das war wirklich schön.

„4 ZKB“ sind einfach Performance Profis. Mit spektakulärer Energie und einer famosen Setlist, die gesamte Spielzeit über und allem was die Trickkiste hergibt: Mit Luftballons, Luftschlangen, Bengalos und Zuckerwatte wurde ganz viel Liebe gefeiert und verbreitet. Eine der besten Bands des Wochenendes.

„Dana Plan“ haben ihre Fans und das ist gut so. Mir fehlt Gesang, andere mögen sie gerade deshalb schätzen. Deshalb hab ich an der Show nix zu meckern und wenn am Ende wieder alle möglichen Schlagzeuger gemeinsam auf der Bühne trommeln, dann ist die Welt doch in Ordnung.

Sonntags Headliner waren „La Brigade du Kif“. Und was für ein Headliner! Das war abwechslungsreich, schnell, partytauglich, verrückt, tanzbar und einfach unfassbar genial! Einer der besten Headliner ever! Und das mein ich ernst. Hut ab!!!

Und dann war es leider wieder vorbei. Jetzt heißt es ein Jahr warten. Was gibt es noch zu sagen? So oft hab ich über das gute Essen, die einzigartige Atmosphäre und die unfassbar fairen Preise geschrieben und gesprochen. Es hat sich nix geändert. Belegte Brötchen gibt’s jetzt auch mit leckerem, veganem Aufstrich, für Kalkonia kamen wieder 1400€ Pfandspenden zusammen… Nicht selbstverständlich, aber Kalkwerk Festival halt. Nicht unerwähnenswert: Über dem Männer Pissoir gibt es endlich ein Brett zum Becher abstellen. Super kluge Idee.

Und bevor ich mich jetzt in weiteren Details verliere. Einfach danke an jeden einzelnen Kalkwerker, die das ganze jedes Jahr wieder großartig machen. Ich mag euch ALLE!

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