Obwohl es garnicht mal so weit weg ist, waren wir am vergangenen Samstag das erste Mal im kreml/Kultfabrik in Zollhaus. Das Ambiente ist cool: Schicker kleiner Raum mit Laminat, gutem Sound und mehr als fairen Getränkepreisen. Für die Location schonmal 2 Daumen nach oben. Ich hab mich ausgesprochen wohl gefühlt und das Angebot Stühle an die Seite zu stellen für Leute die es brauchen, ist ne klasse Idee, wo sich so Manche mal eine Scheibe abschneiden können.

Den Abend eröffnen durften die legendären „misterED“, die von Archäologen gefunden und ausgegraben wurden. Schon das Intro, welches dieses Vorgehen dokumentiert hat, verdient das Prädikat großartig.

Der Auftritt von „misterED“ hat bewiesen, dass die alten Herren auch 21 Jahre nach ihrer Trennung noch voller Energie stecken und sie haben es großartig gemacht. Direkt die ersten beiden Songs waren „Boring Day“ und „Willy Nilly“. Da das meine beiden Lieblingssongs sind, hätte ich danach schon abhauen können, aber dann hätte ich das fantastische „Gisbert“ ebenso verpasst, wie das „Walking on Sunshine“ Cover und den extra süßen Gastauftritt von Jens Tochter Tilda. Ein ganz ganz großartiges Konzert.

Nicht minder überzeugend waren natürlich „4 Zimmer Küche Bad“. Ich erwähne ja immer wieder gern, dass diese Band das erste Mal außerhalb ihres Proberaums auf einer Schoppeklopper Party gespielt haben.

———-Werbeblock in eigener Sache———–Wer demnächst die großen Bühnen rocken kann, sind Clind, Woven, und die Junkyard Queens, die zusammen mit den gestandenen Plastic Mars und den großartigen Boiler am 21.11.2026 auf der Party 11 zu unserem 20 jährigen Seitenjubiläum im Kanapee Weilburg performen.

———————–Werbung Ende——————-

„4ZKB“ hatten nicht nur Bock, sondern eine fantastische Setlist im Gepäck die keine Wünsche offen ließ. Kann es sein, dass ich „Kein Bock“ tatsächlich noch nie live gesehen habe? In meinem Kopf habe ich nur die Akkustik Version. Und sooo viel Seifenblasen wie bei ihrer Show, hab ich noch nie auf einmal gesehen. Ich bin ja der Meinung Seifenblasen kann man nie genug haben und so lief der Auftritt auch „wie geschmiert“ Haha! Weil „Henker“ Platz brauchten, gab es den letzten Song 100% Unplugged von Bidi und Tilli „nur für die erste Reihe“.

Tja und dann kam „Henker“. Die Idee Mittelalter Themen in Rap zu verpacken und sich noch szenetypisch zu Gewanden ist erstmal ganz witzig. Nur leider nutzt sich auch der beste Gag nach 15 Minuten ab. Das ist jammerschade, weil Rappen konnten die Jungs zweifelsohne. Meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen.

Tja und das war er schon. Mein erster Abend in Zollhaus und ich könnte mir gut vorstellen, die Kultfabrik vom kreml wieder zu besuchen. Es hat mir wirklich komplett gut gefallen.