Ungewöhnlich, aber jetzt ist es so. Nach Jahren gibt es auch mal einen Freitag als Bericht, statt als Video. Here we go.

Und schon sind wir auf dem Gelände des Seepogo im Erholungsgebiet am Lago Alfredo angekommen und da sind die „Junkyard Queens“ gerade ihr erstes Lied am zocken.

Gesehen habe ich sie zum letzten Mal im Weilburger JUZ und seitdem haben sie nochmal ne ordentliche Schippe drauf gelegt. Die wachsende Live Erfahrung tut ihnen mehr als gut. Und damit revidiere ich meine Meinung des Berichts vom JUZ: Die funktionieren doch in Kneipe UND Festivals. Sehr sehr stark und mit liebevoller Hommage, an den leider in diesem Jahr verstorbenen „Bonzo“ Kai, der als Bild mit dabei war und am Gerüst seinen Platz gefunden hat.

Die „Dumb Bats“ haben ja schon öfter mit den Junkyard Queens zusammen gespielt. Und die Parallelen sind auch nicht von der Hand zu weisen, wenngleich sie doch etwas punkiger rüberkommen. Aber schon richtig geil. Und am Ende noch n „Turbonegro“ Cover als Sahnehäubchen. Ich hätte es als letzten Song genommen, aber das müssen die ja wissen.

„The Corps“ sind extra aus Vancouver angereist, nur um den Leuten richtig geile Musik zu präsentieren. Und das hat super funktioniert. Gutes Gespür für Melodien und eine energiegeladene Show. Ob sie wirklich nur für das Seepogo angereist sind weiß ich natürlich nicht, aber den Gedanken feiere ich.

„Shirley Holmes“ würde ich mal als bisheriges Highlight bezeichnen. Musikalisch top, endlich mal geht’s straight geradeaus. Bei manchen Songs erinnert mich die Stimme an Nici von Slime und die Mimmis. Ob nur ich das so sehe könnt ihr ja mal Bescheid sagen.

„Shoreline“ klingen mega professionell. Auch nicht schlecht, aber fast ZU Mainstream. Wobei: Umso länger sie spielen, umso geiler wirds. Dann doch schade, als es rum ist. Aber die nächsten stehen ja schon in den Startlöchern.

„Strung Out“ gehen etwas härter zur Sache. Aber wenn es nicht den ganzen Tag so geht, find ich das doch pervers geil. Deshalb „Thumps up!“

„Turbostaat“ sind nicht zu unrecht ziemlich erfolgreich, wenn man sich die letzten Chartplatzierungen anschauen will. Nichtsdestotrotz bin ich kein Fan des Gesangsstil des Sängers. Ist nicht böse gemeint, aber ist eben einfach so. Trotzdem kamen sie sehr sympathisch rüber.

Dagegen treffen „Alarmsignal“ exakt meinen Geschmack. Angefangen bei dem geilen Sänger, über die klaren Messages (auch in den Ansagen) verpackt in gleichzeitig melodische und trotzdem kantige Musik. Mit ein paar „Wohooos“ zum mitgröhlen und der Sängerin von Shirley Holmes als Gast bei 2 Songs. Einfach geil. Ich sollte echt viel mehr Alarmsignal hören. Schön dass sie erneut eingeladen wurden und wieder mal am Lago waren. Und einen besseren Tagesabschluss kann ich mir für den ersten Tag wirklich nicht vorstellen. Großes Kino.

Ja und da war er auch schon vorbei, der Freitag. Die Preise sind immer noch fair und man lernt immer wieder sehr viele nette Leute dort kennen. Als tolle Neuheit empfinde ich „Club Mate“ im Getränkeangebot. Der macht ein bisschen wacher und enthält ja schon ne gute Ecke weniger Zucker, als die meisten Softdrinks. Und kalter Mate ist einfach toll.

Wieder zu Hause hieß es dann ab ins Bett, in der Hoffnung den Samstag ab der ersten Band zu erleben. Spoiler: Hat nicht geklappt. Aber vom Samstag, berichte ich euch erst später.