Wieder einmal ist September und das bedeutet seit über 20 Jahren: Pell Mell Festival. Dank der Plakate auf den Bildschirmen, konnte auch ich mich daran zurück erinnern wann ich das erste Mal auf dem Obererbacher Sportgelände gefeiert habe: 2007 bei der 3. Ausgabe. Da sah das alles noch etwas anders aus (Ja, ich auch) als heute, wo das Festival 4500 Besucher begrüßt.

„MandelKokainSchaps“ haben als Ersatz für die erkrankten Tyna das Festival eröffnet. Die illustre Band schaffte das seltene Kunstwerk, Partymukke mit politischen und sozialkritischen Texten zu verbinden und trotzdem den erhobenen Zeigefinger drinzulassen. Das hat RICHTIG Spaß gemacht.

Es mag manch einer anders sehen, aber bei „Palebloom“ hatte ich ein Bisschen Avril Lavigne Vibes. Es ist zwar insgesamt härter und die Sängerin schreit in passenden Momenten auch mal aggressiver. Aber trotzdem. Klare Ansage an das Glücksgefühle Festival und ihre „Alphaville“ Absage und ansonsten einfach verdammt gute Musik. Like!

Nach einem dezent anstrengenden Intro, starteten „Never back down“ ihre Metalcore Show. So hart ihre Musik war, so nett waren ihre Ansagen. Sympathisch auf die 12!

Vom Duo „Treptow“, die die Moonshine Stage eröffnet haben, gab es unaufgeregten Alternative Rock, die viel Publikum fand.

„Samurai Pizza Cats“ haben sich nach einer mir unbekannten Cartoonserie benannt (Ich bin im Bereich Anime komplett ahnungslos!) und gehen ab der ersten Sekunde steil. Das 2 davon in der Vorgängerband von Electric Callboy gespielt haben ist nicht wirklich eine spannende Info, denn die Einflüsse sind nicht von der Hand zu weisen. Dass sie sofort stoppten,als jemand medizinische Hilfe benötigte, macht sie maximal sympathisch. Geile Stimmung ja, aber mit Verantwortung.

„Venues“ sind so abwechslungsreich wie das Pell Mell selbst und passen deshalb auf seltsame Art und Weise zu 100% hier hin. Das während ihrer Show der Regen eintritt, tut der Stimmung keinen Abbruch.

„Itchy“ überzeugten selbst bei strömendem Regen mit all ihren Kernkompetenzen. Poppig, Punkig, sympathisch und einfach eine Top Show. Ich mag das sehr.

„The Narrator“ durften als nächstes die Moonshine Stage beackern. Der Regen ließ etwas nach und von Weitem fand ich es zumindest zwischendurch immer mal wieder ganz gut. Der Brüller war’s für mich aber dann nicht.

Nur weil ich das Festival liebe, heißt das nicht, dass ich keine Kritik üben darf. „Raised Fist“ war überhaupt nicht meins. Die Musik war schon ganz nice, aber die Stimme des Sängers hat mich tatsächlich dazu gebracht den ersten Tag noch vor der Aftershow zu beenden.

Aber ich wusste ja schon, dass der zweite Tag mit musikalisch mehr zusagen wird. Der Bericht folgt in den nächsten Tagen.