Monat: September 2026

Pell Mell 2026- Samstag Bericht

Und natürlich war ich nicht nur am Freitag da, sondern machte mich am nächsten Tag wieder auf den Weg.

Mein Samstag begann mit „Left betrayed“ aus Hachenburg. Die Metalband macht keine Gefangenen und präsentiert sich mehr als gut. Stellenweise erinnert mich der „Gesang“ an den jungen Corey Taylor. Gefällt mir sehr gut.

„Lost in Hollywood“: Sehr stark und geradeaus. Viel Energie, kann man eigentlich nicht besser machen.

Daumen hoch für die interessante Outfit Wahl des Sängers von „Stesy“. Auch das Eiffel 65 Cover von Blue wusste zu gefallen. Die Band macht einfach eine Menge Spaß.

„Monsters of Liedermaching“ waren bis dahin mein absolutes Highlight. In ungewohnt kleiner 5er Besetzung gab es 45 Minuten kultige Liedermacher Klänge. Ein todsicheres Mittel gegen jeden Trübsal. Dazu Punker Polonaise und ruderende Gesellen im Pit. So so so unfassbar gut.

Bei der „King Nugget Gang“ handelt jeder Song von Essen. Kann man machen. Ich hab jetzt irgendwie Hunger. Auf Nudeln und 4 Cheesies.

„Rantanplan“ gelten als Eine der besten Skapunkbands in Deutschland. Und zwar vollkommen zurecht. Gute Stimmung, geile Texte und Bewegungszwang.

„VMZT“ sind einfach eine Institution auf heimischen Festivals. Und „Over the Rainbow“ ist und bleibt magisch. Einfach mal wieder gelungener Auftritt. Nur leider ohne Newconomy.

„Caliban“ waren sehr kurzweilig, was ja definitiv für sie spricht. Das Set war über eine Stunde, gefühlt wie eine Halbe.

„Hämatom“ kenne ich als richtig geile Live Band und das haben sie auch auf dem Pell Mell wieder unter Beweis gestellt. Eine Vielzahl an Mitsingtauglichen Gassenhauern, eine totale Gaga Bühnenshow und eine erstklassige Performance sorgen für einen fantastischen Headliner Auftritt.

„Evil JaredxKrogi“: ich war noch nie solange auf dem Pell Mell Festival wie dieses Jahr. Die total zerstörende Bühnenshow, das systematische Abfüllen des Publikums und die großartige Songauswahl. Totaler Abriss. War für mich die denkbar geilste Aftershow aller Zeiten und es bleibt die Gewissheit: Ich werde das Pell Mell wirklich vermissen.

Ja und das werde ich wirklich. Wie bekannt ist, geht das Festival in eine Pause. Mindestens 2027 wird es keine neue Auflage geben und wielange das so sein wird, weiß keiner so genau. Was bleibt ist das Versprechen dass sie besser und stärker zurück kommen. Aber Mal im Ernst: Wie soll das Aussehen? Ich habe dazu eine Liste erstellt, was alles auf dem Pell Mell besser ist als woanders und wo eventuell noch Verbesserungspotential besteht.

Pell Mell positiv

  1. Preise
  2. Merch
  3. Essenangebot (Bowls, Crepes und Rockwurschdbud)
  4. Line-Up (Das Beste)
  5. Sound (klar, druckvoll, präzise)
  6. Getränkeauswahl (mit Eistee, Fassbrause und Cider)
  7. Herzblut: 20 Jahre Fleiß und Arbeit auf Ehrenamtsbasis. Ich ziehe meinen Hut vor euch!
  8. Festivalgelände. Guter Standort und teilweise mit grünem Teppich ausgelegt. Ist cool.
  9. Das Einlasskonzept. Aus der Corona Not geboren, hat sich die Einfahrt durch das Zelt als mega Bändchen Ausgabe bewährt.
  10. Der Zeitpunkt. Was soll ich jetzt im September machen!?!?

Pell Mell negativ

  1. Die Klosituation und überlaufende Pissoir Pilze sind immer noch fies. Aber wer als Besucher dann immer noch da hinpisst hat sie auch nicht mehr alle.
  2. P1. Ist find es schon schade nicht mehr da parken zu können, wo ich jahrelang geparkt habe. Aber warum muss man den auf der Festival Map dann noch ohne Hinweis einzeichnen.
  3. Bitburger. Ja, ist eine Geschmackssache und sie sind als Sponsor definitiv ein starker Partner. Aber trotzdem:-)

Also wir halten Fest. Das Pell Mell ist 3x öfter geil als schwach. Meiner Meinung nach gibt es also kaum Verbesserungspotential im Westerwald. Die Abwechslung im Genrebereich zwischen Metalcore, Punkrock, Gardcore, Crossover und einem Hauch Folk und Ska macht diese Reihe einfach einzigartig und so besonders geil.

Wenn das Team jetzt Zeit braucht um mit neuer Motivation wieder zu kommen, dann soll es so sein. Aber bitte: Nichts verschlimmbessern, die Kompetenzen bewahren und nicht zu lange weg bleiben. Ich warte hier so lange.

Riesendanke für die vielen geilen Zeiten so far.

Pell Mell 2026- Freitag Bericht

Wieder einmal ist September und das bedeutet seit über 20 Jahren: Pell Mell Festival. Dank der Plakate auf den Bildschirmen, konnte auch ich mich daran zurück erinnern wann ich das erste Mal auf dem Obererbacher Sportgelände gefeiert habe: 2007 bei der 3. Ausgabe. Da sah das alles noch etwas anders aus (Ja, ich auch) als heute, wo das Festival 4500 Besucher begrüßt.

„MandelKokainSchaps“ haben als Ersatz für die erkrankten Tyna das Festival eröffnet. Die illustre Band schaffte das seltene Kunstwerk, Partymukke mit politischen und sozialkritischen Texten zu verbinden und trotzdem den erhobenen Zeigefinger drinzulassen. Das hat RICHTIG Spaß gemacht.

Es mag manch einer anders sehen, aber bei „Palebloom“ hatte ich ein Bisschen Avril Lavigne Vibes. Es ist zwar insgesamt härter und die Sängerin schreit in passenden Momenten auch mal aggressiver. Aber trotzdem. Klare Ansage an das Glücksgefühle Festival und ihre „Alphaville“ Absage und ansonsten einfach verdammt gute Musik. Like!

Nach einem dezent anstrengenden Intro, starteten „Never back down“ ihre Metalcore Show. So hart ihre Musik war, so nett waren ihre Ansagen. Sympathisch auf die 12!

Vom Duo „Treptow“, die die Moonshine Stage eröffnet haben, gab es unaufgeregten Alternative Rock, die viel Publikum fand.

„Samurai Pizza Cats“ haben sich nach einer mir unbekannten Cartoonserie benannt (Ich bin im Bereich Anime komplett ahnungslos!) und gehen ab der ersten Sekunde steil. Das 2 davon in der Vorgängerband von Electric Callboy gespielt haben ist nicht wirklich eine spannende Info, denn die Einflüsse sind nicht von der Hand zu weisen. Dass sie sofort stoppten,als jemand medizinische Hilfe benötigte, macht sie maximal sympathisch. Geile Stimmung ja, aber mit Verantwortung.

„Venues“ sind so abwechslungsreich wie das Pell Mell selbst und passen deshalb auf seltsame Art und Weise zu 100% hier hin. Das während ihrer Show der Regen eintritt, tut der Stimmung keinen Abbruch.

„Itchy“ überzeugten selbst bei strömendem Regen mit all ihren Kernkompetenzen. Poppig, Punkig, sympathisch und einfach eine Top Show. Ich mag das sehr.

„The Narrator“ durften als nächstes die Moonshine Stage beackern. Der Regen ließ etwas nach und von Weitem fand ich es zumindest zwischendurch immer mal wieder ganz gut. Der Brüller war’s für mich aber dann nicht.

Nur weil ich das Festival liebe, heißt das nicht, dass ich keine Kritik üben darf. „Raised Fist“ war überhaupt nicht meins. Die Musik war schon ganz nice, aber die Stimme des Sängers hat mich tatsächlich dazu gebracht den ersten Tag noch vor der Aftershow zu beenden.

Aber ich wusste ja schon, dass der zweite Tag mit musikalisch mehr zusagen wird. Der Bericht folgt in den nächsten Tagen.

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